Vor der Geburt

Derzeit keine Informationsabende für werdende Eltern

Aufgrund des zwar geringen, aber nicht auszuschließenden Risikos,
sich bei größeren Veranstaltungen mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren,
findet bis auf Weiteres kein Informationsabend für werdende Eltern statt.  

Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, um Patientinnen und Patienten,
Besucherinnen und Besucher sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen.
Neben dem direkten Risiko für alle Beteiligten und deren Umfeld, würde ein einzelner
Verdachtsfall zur massiven Einschränkung der Patientenversorgung führen.

Wir bitten um Ihr Verständnis!

 

Risiken minimieren: Perinatale Schwangerschaftsmedizin

Wenn Sie Sorge haben, Ihr Kind könnte nicht gesund sein, wenn sich in der Schwangerschaft Komplikationen einstellen oder Sie einfach nur wissen wollen, ob alles in Ordnung ist und keine Risiken bestehen, dann sind Sie in unserem Bereich für perinatale diagnostische Schwangerschaftsmedizin besonders gut aufgehoben. Wir beraten und untersuchen Sie, um Erkrankungen und Fehlbildungen Ihres Kindes noch im Mutterleib ausschließen zu können. Dafür gibt es verschiedene Untersuchungen.  

  • Wir beraten und untersuchen Sie, um Erkrankungen und Fehlbildungen Ihres Kindes noch im Mutterleib ausschließen zu können, z. B. durch Ultraschall (Nackentransparenzmessung, 4D-Ultraschall, Echokardiographie, Dopplersonographie) und frühe Fehlbildungsdiagnostik (Stufe DEGUM II); Chorionzottenbiopsie u. Fruchtwasserpunktion.
  • Wenn es nötig ist, können wir Ihr ungeborenes Kind bereits im Mutterleib medizinisch behandeln.
  • Wir behandeln Sie sorgsam bei allen Formen der Schwangerschaftskomplikation: Gestose, Rhesusunverträglichkeit, Diabetes.
  • Wir begleiten Sie zuverlässig bei Risikoschwangerschaft: Mehrlingsschwangerschaften und ihre Komplikationen, Placentainsuffizienz und reduzierter Fruchtwassermenge, kindliche Entwicklungsstörungen.
  • Auch hier arbeiten wir Hand in Hand mit der neonatologischen Überwachungseinheit und anderen Abteilungen bei uns im Hause zusammen.

Beckenendlage - Was tun, wenn das Kind „falsch herum“ liegt?

Etwa vier Prozent aller Kinder liegen am Ende der Schwangerschaft in Beckenendlage. Das bedeutet, Po oder Füße des Kindes liegen im Becken der Mutter, das Köpfchen liegt oben. Viele Frauen sind dadurch verunsichert. Wie geht es jetzt weiter? Muss mein Kind durch Kaiserschnitt geboren werden?

Ihre Hebamme kann ab der 32. Woche sanfte Methoden zeigen, die dem Kind helfen, die richtige Position zu finden. Hier können Übungen (die "indische Brücke"), Akupunktur, das Leuchten mit einer Taschenlampe oder auch die Moxibustion ( das Reizen eines Punktes an der Zehe der Mutter mit einer Kräuterzigarre) helfen.

Wenn das Kind sich vier Wochen vor der Geburt noch nicht gedreht hat, sollten Sie sich in unserer Schwangerensprechstunde vorstellen. Wir beraten gemeinsam mit Ihnen, ob eine äußere Wendung des Kindes möglich ist und ob das Kind auf natürlichem Weg geboren werden kann oder ein Kaiserschnitt empfehlenswert ist.

Man kann ein Kind nicht zwingen, sich zu drehen. Man kann ihm aber durch äußere Handgriffe helfen, den Po aus dem Becken zu drehen und einen Purzelbaum zu machen, so dass das Köpfchen ins Becken rutscht. Es wird dabei nur wenig Kraft angewendet.

Die äußere Wendung ist durch die modernen Überwachungsmöglichkeiten wie die kindliche Herztonaufzeichnung und die Ultraschallkontrolle sichere Methode, das Kind zu drehen. Lassen Sie sich bitte nicht verunsichern durch abschreckende Berichte im Internet. Die meisten Leute, die von einer Wendung abraten, haben selbst nie eine miterlebt. An unserer Klinik haben wir in den letzten Jahren über 500 Wendungen erfolgreich durchgeführt – dabei sind nie Komplikationen aufgetreten.

Zur Vorbereitung führen wir eine genaue Ultraschalluntersuchung durch. Dabei wird die Lage des Babys genau bestimmt, die Plazenta (Mutterkuchen) beurteilt und überprüft, ob die Nabelschnur das Baby daran hindert, sich zu drehen.

Die Wendung selbst wird im Kreißsaal im bequemen Bett durchgeführt. Damit die Gebärmutter entspannt bleibt, bekommen Sie einen Wehen hemmenden Tropf. Die Wendung dauert selten länger als 10 Minuten. Während der gesamten Zeit werden die Herztöne und Bewegungen des Kindes mit dem Ultraschall überwacht. Anschließend schreiben wir noch für etwa 30 Minuten die Herztöne des Kindes auf (CTG). Falls es tatsächlich einmal zu Komplikationen kommen sollte, steht ein OP-Team bereit, um jederzeit einen Kaiserschnitt durchzuführen.

Die Wendung gelingt in etwa 2/3 der Fälle, bei Frauen, die schon geboren haben, häufiger als bei Frauen, die das erste Kind erwarten.