Im Spannungsfeld von Licht und Schatten, Hoffnung und Finsternis entfalten sich die Kompositionen aus vier Jahrhunderten, die der Bremer Kammerchor „Coro Scalino“ unter der Leitung von Swantje Tams Freier am 9. Mai zu Gehör bringt.
Zwischen Klagen und Jubel, Lieben und Leiden, Verzweiflung und Hoffnung bewegen sich die Werke von Thomas Tallis, Heinrich Schütz, Samuel Scheidt, Johann Pachelbel u.a. Mal verdunkelt Liebesschmerz das Herz, wie in Hans Leo Hasslers Madrigal „Ach, Weh des Leiden“, wo Abschied zur inneren Finsternis wird. Dann wieder verdichtet sich die Sehnsucht nach dem Licht in der Welt wie in James MacMillans „O Radiant Dawn“ („O strahlende Morgenröte“) „Komm und erleuchte diejenigen, die in Finsternis und Todesschatten wohnen.“
Am Ende bleibt die Gewissheit: Licht existiert nicht ohne Schatten. Doch sind Dunkel und Helligkeit keine Gegensätze, die sich ausschließen – sie bedingen einander und eröffnen die Möglichkeit von Wandel und Hoffnung wie in Palestrinas „Crucifixus“, wo Leid und Erlösung, Tod und Auferstehung untrennbar ineinandergreifen.
Datum: 9. Mai 2026
Zeit: 20.00 Uhr
Ort: Kapelle des Krankenhaus St. Joseph-Stift
Schwachhauser Heerstr. 54, 28209 Bremen
Der Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten.


