Donnerstag, 16.12.2010 Aktuelles

St. Joseph-Stift schenkt Eltern Babyschlafsäcke

Bereits seit Jahren nimmt das katholische Krankenhaus St. Joseph-Stift an der „Aktion Sicherer Babyschlaf“ teil. Ziel ist es, mit verschiedenen Maßnahmen dem Plötzlichen Kindstod vorzubeugen. Als neue Unterstützung für frischgebackene Eltern verschenkt das Krankenhaus Säuglingsschlafsäcke für zu Hause.

So sieht der Schlafsack aus, den das St. Joseph-Stift verschenkt

Viele Eltern kennen bereits die Risikofaktoren für den Plötzlichen Kindstod. „Auch bei uns im Krankenhaus weisen wir die Eltern darauf hin, wie der Babyschlaf sicher gestaltet werden kann“, erklärt Dr. Frank Dee, kommissarischer Chefarzt der Frauenklinik. Oftmals mangelt es aber an einem Schlafsack der richtigen Größe für die ersten Wochen daheim. „Mit unserem Schlafsack wollen wir Abhilfe schaffen und Eltern und Kindern Sicherheit schenken“, so Dee weiter.


Eltern sollten für den gesunden Schlaf des Babys zunächst auf die Rückenlage des Babys achten, die das Risiko für den Plötzlichen Kindstod um 50% senkt. Vom ersten Tag an sollte der Säugling immer in einem richtig großen Schlafsack schlafen. Zusätzliche Decken oder eine Kopfbedeckung sind nicht empfehlenswert. Die Schlafzimmertemperatur sollte zwischen 16 und 18 Grad liegen, die Matratze aus festem und luftdurchlässigem Material gefertigt sein. Weitere Möglichkeiten, das Risiko zu senken, sind Stillen mindestens bis zum 6. Lebensmonat des Kindes, eine rauchfreie Umgebung und ein eigenes Bett für den Säugling.


Hintergrund: 


Seit Jahren ist die Zahl der Kinder, die am Plötzlichen Säuglingstod versterben, zurückgegangen. In Deutschland waren es im Jahre 2007 aber immer noch 228 Todesfälle die, wie Vergleiche mit anderen Ländern zeigen, hätten verhindert werden können. Das unerwartete und nicht erklärbare Versterben eines Säuglings oder kleines Kindes, das während der Schlafphase eintritt, ist nach wie vor nicht vollständig wissenschaftlich erklärbar. Studien zeigten aber, dass mit der richtigen Umgebungsgestaltung das Risiko deutlich zu senken ist. Dank der zurzeit empfohlenen Maßnahmen zur Prophylaxe der Todesfälle, konnten zwischen 1991 und 2003 hochgerechnet etwa 6.000 Babys das Leben gerettet werden.