Moderne Diagnostik

Im Rahmen einer ambulanten Vorstellung oder eines stationären Aufenthaltes stehen uns eine Reihe an modernen diagnostischen Instrumenten zur Verfügung. Diese kommen individuell zur Anwendung wenn es aufgrund des Erkrankungsbildes notwendig erscheint oder auch als individuelle Gesundheitseigenleistung zur Diagnosefindung, Verlaufskontrolle, Therapieplanung oder Vorsorgeuntersuchung.


Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen, IOT, April 2011

Präzisionsausmessung (Biometrie) des Auges mit dem IOL Master
Zur Planung einer Katarakt Operation ist es notwendig das Auge zu vermessen um aus der Länge und der Brechkraft des Auges die Stärke der Kunstlinse zu berechnen. Die Genauigkeit dieser Messung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Refraktion nach einer Katarakt Operation und die dann notwendige Brillenkorrektur.

Mittels des IOL Masters geschieht diese Ausmessung lasergestützt und kontaktfrei, wodurch keine Nebenwirkungen bestehen und äußere Einflüsse das Messergebnis kaum beeinflussen.


Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen, Pentacom, April 2011

Hornhauttopographie und Hornhautpachymetrie
Bei vielen Erkrankungen der Hornhaut ist eine genaue Kenntnis unter Anderem der Hornhautoberflächenstruktur, Hornhautkrümmung oder Hornhautdicke notwendig für die Therapieplanung, Diagnosefindung oder Verlaufskontrolle.

Eine Hornhauttopografie, d.h. eine Höhenkarte der Hornhaut führen wir z.B. bei Keratokonuspatienten, nach Hornhauttransplantationen oder bei Hornhautverkrümmungen durch um hier das Ausmaß, den Verlauf, die Therapie und den Therapieerfolg zu erfassen.

Eine Hornhautpachymetrie, d.h. eine Hornhautdickenmessung führen wir bei Glaukompatienten durch. Im Rahmen der Glaukomvorsorge wird bei jedem Patienten ein individueller Zielaugendruck definiert. Für eine präzise Augeninnendruckmessung ist die Kenntnis der Hornhautdicke erforderlich, da sich hieraus ein Korrekturfaktor berechnen lässt, der bei der Augeninnendruckmessung berücksichtigt werden muss. Dieser Wert sollte bei jedem Glaukompatienten einmalig erhoben werden.

Die Hornhauttopographie und Hornhautpachymetrie arbeitet nach dem Videoprojektionsverfahren und ist kontakt und nebenwirkungsfrei.


Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen, OCT, April 2011

Hochauflösendes OCT der Netzhaut und Vermessung der retinalen Nervenfaserschicht (Optische Kohärenztomografie)

Durch moderne Lasertechnik ist es heute möglich ein Schnittbild der Netzhaut zu erstellen. Hierdurch lassen sich die einzelnen Netzhautschichten und deren Veränderungen beurteilen. Dieses Verfahren ist nebenwirkungs- und kontaktfrei.  Das OCT bietet somit eine hervorragende Möglichkeit bei vielen Netzhauterkrankungen frühzeitig Veränderungen zu erkennen und deren Verlauf zu sehen, um die Therapie optimal anzupassen.

Insbesondere bei der altersbedingten Makuladegeneration oder nach Gefäßverschlüssen kann hier Flüssigkeit in den einzelnen Netzhautschichten dargestellt werden, um so z.B. eine feuchte Makuladegeneration sicher und frühzeitig zu erkennen. Weitere Verlaufsuntersuchungen ermöglichen so eine genaue Therapieplanung.

Im Rahmen der Glaukomtherapie lassen sich die Nervenfasern um den Sehnervenkopf darstellen und deren Dicke Berechnen. Veränderungen bei Fortschreiten der Glaukomerkrankung können so frühzeitig erkannt werden und die Therapie entsprechend angepasst werden.

Auch weitere Spezialfragestellungen bei seltenen Netzhauterkrankungen lassen sich mit dem OCT beantworten.


Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen, Ultraschall, April 2011

Ultraschall
Der Ultraschall am Auge wird durchgeführt bei Erkrankungen, wo der Augenarzt nicht in das Auge hineinsehen kann z.B. aufgrund einer Blutung, Verletzung, Linsen- oder Hornhauttrübung. Des Weiteren können mit dem Ultraschall Tumoren des Augenhintergrundes vermessen werden um so frühzeitig Veränderungen zu erkennen.

In den meisten Fällen wird der Ultraschall durch das geschlossene Augenlid durchgeführt und ist somit schmerzfrei.


Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen, FAG, April 2011

Fluoreszenzangiografie
Viele Netzhauterkrankungen gehen mit einer Veränderung der Durchblutung des Augenhintergrundes einher. Mit der Fluoreszenzangiografie lassen sich diese frühzeitig erkennen. Die Fluoreszenzangiografie wird überwiegend bei diabetischen Netzhautveränderungen, bei Gefäßverschlüssen und bei der altersbedingten Makuladegeneration angewandt.

Für diese Untersuchung wird ein pflanzlicher Farbstoff in die Armvene gespritzt. Anschließend werden Fotoaufnahme des Augenhintergrundes in verschiedenen Zeitabständen angefertigt.

Da bei dieser Untersuchung ein Farbstoff gespritzt wird muss eine entsprechende Aufklärung über die Risiken erfolgen. Im Allgemeinen ist der verwendete Farbstoff gut verträglich, nur in seltenen Fällen berichten Patienten über kurzfristige Übelkeit. Als sehr seltene Nebenwirkung kann eine allergische Reaktion mit einer Schocksituation auftreten. Für diesen unwahrscheinlichen Fall steht ständig ein Notfallteam zur Verfügung.

Da der Farbstoff sich auch in die Haut ablagert wird sich diese für 1-2 Tage gelb verfärben. Ebenso der Urin, da der Farbstoff über die Nieren ausgeschieden wird. Bei Nierenerkrankungen mit einer reduzierten Nierenleistung sollte eine Fluoreszenzangiografie nur bei unbedingter Notwendigkeit durchgeführt werden.
Für spezielle Fragestellungen, z.B. Erkrankungen der Aderhaut kann auch eine Indocyaningrünangiografie durchgeführt werden.