Kontrastmittelsonographie – was ist das?

sonographische Darstellung eines Herdes in der Leber
korrespondierender Befund in der Kontrastmittelsonographie

Ultraschall ist ein strahlungsfreies Verfahren, mit dem in sehr hoher Ortsauflösung kleinste Veränderungen von Organen sichtbar gemacht werden können. Ist auf diese Art z.B. in der Leber eine Läsion aufge-fallen, kann mithilfe weiterführender Untersuchungen mit Kontrastmittel eine Aussage zur Durchblutung dieser Läsion gestellt werden.
Diese Technik wurde in den letzten Jahren durch immer neuere Ver-fahren perfektioniert. Insbesondere die neuen Ultraschalltechnologien und die Einführung von neuen druckstabilen Ultraschallkontrastmitteln haben dazu geführt, dass dieses Verfahren mit Ultraschallkontrast-mitteln in der Routinediagnostik mit sehr gutem Erfolg eingesetzt werden kann.
Im Unterschied zur herkömmlichen Sonographie wird bei diesem Verfahren eine Technik mit sehr geringen Schallenergien (unter 1% der üblichen Sendeleistung der herkömmlichen Untersuchungsmethodik) verwendet. Die ausgesendeten Frequenzen sind dabei kontrastmittel-spezifisch. Das Kontrastmittel beinhaltet sogenannte „Microbubbles“ oder auch Mikrobläschen, die mit diesen Frequenzen sichtbar gemacht werden können. Somit kann ein Bild erzeugt werden, in dem das Ge-webesignal unterdrückt wird und fast ausschließlich die Durchblutungs- bzw. Perfusionssignale des Kapillarbettes für die Bildinformationen ver-wendet wird. Diese Informationen helfen, die Läsion näher einzustufen und z.B. zwischen gut- und bösartigen Tumoren zu unterscheiden.