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DAS PFLEGEKONZEPT IM ST. JOSEPH-STIFT
Pflegekonzept
Die Grundlage für die professionelle Arbeit ist unser Pflegekonzept. Gemeinsam mit den Nationalen Expertenstandards und den Pflegeleitlinien ermöglicht es den professionell Pflegenden unseres Krankenhauses, die uns anvertrauten Patienten individuell zu versorgen und deren Angehörigen kompetente Ansprechpartner zu sein.
Pflegemodell
Das bedürfnisorientierte Pflegemodell von Nancy Roper spiegelt den zentralen Pflegecharakter des St.-Joseph-Stiftes inhaltlich wider.
Im Mittelpunkt des Pflegemodells stehen die Lebensaktivitäten des täglichen Lebens (für Sicherheit im täglichen Lebensalltag sorgen; Kommunikation als wesentlicher Bestandteil im Austausch zwischen Menschen; das Atmen als lebenswichtigste Aktivität des Menschen; Essen und Trinken; Ausscheidung; Körperpflege; Regulierung der Körpertemperatur; Bewegung; Arbeitsleben und Freizeitgestaltung; Sexualität; Schlafen; Sterben und irdische Vergänglichkeit), die allen Menschen gemeinsam sind. Immer dort, wo Probleme bezüglich dieser Lebensaktivitäten auftreten, möchten wir Sie durch unsere professionelle Pflege unterstützen, begleiten und beraten. Da die Pflege einem steten Wandel unterworfen ist, suchen Führungspersonen und unsere professionell Pflegenden in diesem Bewusstsein immer wieder neue Antworten auf die gesellschaftlichen und demographischen Veränderungen unserer schnelllebigen Zeit. Aktuelle pflegewissenschaftliche Erkenntnisse und die Bedürfnisveränderungen unserer Patienten in ihren konkreten Lebenssituationen versuchen wir in diesem Prozess mit Kontinuität zu berücksichtigen.
Unser Wunsch ist es, das wir Ihnen, als Patient oder Angehöriger, Unterstützung geben können, damit Sie den Krankenhausaufenthalt einfacher bewältigen können.
Leitlinien für die Pflege der St.Franziskus-Stiftung Münster
Christliche Grundwerte
Das katholische Krankenhaus St. Joseph-Stift stellt die christlichen Grundwerte und das christliche Menschenbild in den Mittelpunkt des Handelns. Die Lehre Jesu: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“, bestimmt dabei unseren Umgang mit Patienten und Angehörigen. Religiöse Grundüberzeugungen Andersdenkender respektieren wir und begegnen diesen Menschen mit Achtung.
»Was soll ich für dich tun?«
Qualitätssicherung im Pflegedienst
Die Pflegedirektion und das Referat Bildung sind verantwortlich für die fortdauernde Durchführung von internen und externen qualitätssichernden Maßnahmen.
Zu diesen Maßnahmen gehören:
Nationale Expertenstandards
Diese sind Instrumente der Qualitätsentwicklung auf nationaler Ebene. Diese Expertenstandards sind nach pflegewissenschaftlichen Methoden erarbeitet worden und unterliegen einer fortlaufenden Überprüfung unter Federführung des Deutschen Netzwerks zur Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP).
Bereits vorhandene Nationale Expertenstandards (NES) der Pflege des DNQP:
- Expertenstandard Dekubitusprophylaxe
- Expertenstandard Entlassungsmanagement
- Expertenstandard Schmerzmanagement bei akuten oder tumorbedingten chronischen Schmerzen
- Expertenstandard Sturzprophylaxe
- Expertenstandard Förderung der Harnkontinenz in der Pflege
- Expertenstandard Pflege von Menschen mit chronischen Wunden
- Expertenstandard Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege
Weitere Themen, die zur Bearbeitung anstehen:
- Expertenstandard Schmerzmanagement bei chronisch nicht malignen Schmerzen
- Expertenstandard Pflege von demenziell Erkrankten
- Expertenstandard Medikamentenmanagement
Pflegeleitlinien
Mit unseren Pflegeleitlinien werden einheitliche Handlungsrichtlinien für pflegerische Tätigkeiten im Pflegeprozess festgelegt.
Pflegeexperten
In den vergangenen Jahren wurden Pflegeexperten ausgebildet und kontinuierlich weiterqualifiziert, um die hohe pflegerische Qualität weiter auszubauen und zukunftsorientiert sicherzustellen. Hierzu gehören unter anderem folgende Spezialisierungen:
Anästhesie- und Intensivfachpflegekräfte
Durch eine kontinuierliche Weiterqualifizierung der professionell Pflegenden der interdisziplinären Intensivstation ist es unser Ziel, die Zeit für Sie als Patient so sicher wie möglich zu gestalten.
Breast Nurse (Brustkrankenschwester)
Die Diagnose Brustkrebs stellt für unsere Patientinnen immer eine Extremsituation ihres Lebens dar, die sie in der Regel unvorbereitet trifft. Oftmals fallen sie in ein tiefes psychisches, emotionales und soziales Loch. In dieser schweren Zeit können die unsere Patientinnen und ihre Angehörigen auf unsere professionelle Hilfe vertrauen. Unsere Brustkrankenschwester (engl. Breast nurse) – eine examinierte Krankenschwester mit einer Zusatzausbildung auf dem Gebiet der Brusterkrankungen – bietet Ihnen diese Hilfe.
Sie ist das Bindeglied zwischen unseren Patientinnen, den Angehörigen, den Ärzten und allen am Behandlungsprozess beteiligten Berufsgruppen. Die Breast nurse hilft, unterstützt und berät und führt gibt professionelle Begleitung während der Diagnostik, Therapie und Nachsorge.
EDV / Pflege-Dokumentation
Die Pflegedokumentation ist eines der wichtigsten Instrumente der Qualitätssicherung in der Kranken –und Altenpflege. Zu¬gleich ist die sachgerechte Dokumentation aber auch für den ökonomischen Erfolg ein entscheidender Faktor. Durch die regelmäßige Überprüfung der Pflegedokumentation durch unseren Pflegedokumentationsbeauftragten versuchen wir Dokumentationslücken zu schließen und die Synergie-Effekte hinsichtlich Prozess- und Ergebnisqualität sowie der Wirtschaftlichkeit strukturell zu verankern.
Leitungsqualifikation
Das veränderte Profil der pflegerischen Leitungsebenen erfordert eine dauernde Weiterqualifizierung für Leitungsaufgaben in allen Ebenen, um den vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden. Abteilungsleitungen und Teamleitungen werden durch interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen kompetent qualifiziert.
OP-Koordinator
Unser OP-Koordinator plant, überwacht und koordiniert das kurz-, mittel- und langfristige OP-Programm.
Praxisanleiter
Die praktische Ausbildung der Krankenpflegeschüler wird durch Praxisanleiter mit entsprechender pädagogischer Ausbildung gewährleistet.
Schmerztherapie
Siehe: Schmerztherapie
Stillberatung
Wundmanagement
Siehe: Wundmanagement
Projekte
Entlassungsmanagement
Aufgrund der neuen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen ist von der Geschäftsführung ein strukturiertes und multiprofessionelles Entlassungsmanagement, auf der Basis des Nationalen Expertenstandards "Entlassungsmanagement in der Pflege", befürwortet und initiiert worden.
Ziel des multiprofessionellen Entlassungsmanagements ist eine gemeinsame Planung im Entlassungsprozess, um zielgerichtet individuelle Bedürfnisse für den Patienten zu erkennen und Behandlungsmaßnahmen abstimmen zu können.
Dazu treffen sich die Mitglieder aller an der Therapie und Pflege beteiligten Berufsgruppen innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft, um spezielle stationsbezogene Anpassungsprozesse zu diskutieren und deren Umsetzung zu verfolgen.






