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Zentrum für Geriatrie und Frührehabilitation

Dr. med. Thomas Brabant
Arzt für Innere Medizin, Rheumatologe
Arzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Fon: (0421) 347 - 1650
Fax: (0421) 347 - 1651
E-Mail: TBrabant(at)sjs-bremen.de
Die Patienten in unserer Abteilung werden entweder über die Notaufnahme oder über das Aufnahmesekretariat angemeldet und von dort den einzelnen Stationen zu bestimmten Terminen und je nach Bettenbelegung bzw. den Stationen direkt aus der Aufnahme zugewiesen.
Die Geriatrie ist der Zweig der modernen, wissenschaftlich fundierten Medizin, die sich mit den besonderen Problemen von Erkrankungen älterer Menschen beschäftigt. Neben dem Studium des Alters und den dabei ablaufenden regelhaften, normalen und pathologischen Veränderungen wird in der Geriatrie spezielles Augenmerk auf die Grundbedürfnisse von älteren Menschen gelegt. Die Erforschung häufiger Krankheitsbilder in dieser Altersgruppe (Schwindel, Inkontinenz, Verwirrtheitszustände) fallen auch in dieses Gebiet. Zusätzlich wird auf die Bereitstellung und Organisation von medizinischen, sozialen und ergänzenden Hilfeleistungen großer Wert gelegt. In keinem Lebensalter ist die Diskrepanz zwischen gesundheitlichen Problemen und den daraus resultierenden Bedürfnissen an Versorgung und Betreuung und den zur Verfügung stehenden Angeboten so groß wie in dieser Altersgruppe.
Die geriatrische Behandlung mit Frührehabilitation hat den Zweck, die individuellen sehr vielfältigen körperlichen, seelischen und sozialen Auswirkungen von Krankheiten eines älteren Patienten zu behandeln, auszugleichen und zu mildern. Durch ein umfassendes Konzept (das Bobath-Konzept, ein neurologisches Behandlungskonzept, speziell für Schlaganfallpatienten) moderner, aktivierender Pflege, verbunden mit gezielten, multidisziplinären Behandlungsverfahren werden die medizinischen, diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen ergänzt. Individuell auf die vorhandenen Fähigkeiten, Probleme und Ressourcen jedes einzelnen Patienten zugeschnitten, wird eine Verbesserung der funktionellen Fähigkeiten und Möglichkeiten bei der Ausführung lebenspraktischer Alltagsaktivitäten angestrebt. Häufig drohende Immobilisierung und Pflegebedürftigkeit sollten verhindert, und soweit immer möglich, eine Rückkehr des Patienten in seine bisherigen Lebensumstände ermöglicht werden.
Als zentrale Struktur auf einer Geriatrie ist das therapeutische Team zu sehen. Das Team setzt sich aus den behandelnden Ärzten, dem Kranken-/Altenpflegepersonal und den Therapeuten zusammen. Wenn es um rehabilitative Probleme geht, haben Pflege und funktionell-übenden Therapeuten, Krankengymnasten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Neuropsychologen einen maßgeblichen Anteil an Diagnostik, therapeutischer Intervention und Entscheidung. Ein weiterer Bestandteil ist der Sozialdienst, der sich um die sozialen Belange und der Weiterversorgung nach dem Klinikaufenthalt gemeinsam mit den Angehörigen kümmert. Zur diagnostischen Abklärung stehen alle modernen Diagnoseverfahren der Inneren Medizin und Computertomografie sowie Kernspintomografie im Hause zur Verfügung. Des Weiteren werden auch EEG und Knochendichtemessungen angeboten.
Spezielle Krankheitsbilder/Syndrome, die in der Geriatrie zu finden sind:
Zu den normalen, physiologischen Rückbildungsvorgängen im Alter, wie Abnahme von Gehör- und Sehschärfe, von Reaktionsvermögen, Kraft und Elastizität, Atmungsvolumen und Pulsfrequenz, Körpergewicht und Muskelmasse kommen klassische, speziell im Alter auftretende Erkrankungen (bestimmte Tumoren und Autoimmun-Prozesse, Prostata- Adenome, Knochenentmineralisierungserkrankungen) und als weiterer wesentlicher Punkt die Summe von vielen im Laufe des Lebens erworbenen chronisch-schädigenden Einflüssen.
Häufig vorkommende Krankheitsbilder:
Der Schlaganfall, PRIND
Schwindel, Stürze
Patienten nach Hüft-/ Knie-TEP/FEP
Das diabetische Spätsyndrom
Depressionen im Alter
Demenzen und deren Abklärung
Rehabilitation bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ACVB
Mobilisation nach Herzinfarkt
Morbus Parkinson
Osteoporose und Wirbelkörperfraktur
Zustand nach Fraktur und osteosynthetischer Versorgung





